10 Jahre Freundschaft zwischen dem
FC Energie Cottbus und dem FSV Offenbach
1990 - 2000
Bilder vom Besuch in Cottbus 2003
Unsere Gäste aus Cottbus
im Jahr 2002 in Offenbach
Am 08. Juli 1990 gastierten der damalige amtierende bundesdeutsche Pokalsieger, der 1. FC Kaiserslautern und der Vertreter des damals noch existierenden Fußballverbandes der DDR, der FC Energie Cottbus im Offenbacher Queichtalstadion zur Austragung ihres Vorrundenspieles um den Intertotorundencups. Die Lauterer Gastgeber verlegten ihr Heimspiel kurzerhand aus Anlass des in diesem Jahr stattfindenden 70- jährigen Bestehens des FSV Offenbach in die Queichtalgemeinde. Reichlich öffentliche wie sportliche Prominenz und eine stattliche Anzahl von über 2000 Zuschauern gaben an diesem Nachmittag neben den beiden renommierten Mannschaften in Offenbach ihr Stelldichein. Damaliger Trainer der Lauterer Mannschaft war der unvergessene Kalli Feldkamp, als Stadionsprecher agierte an diesem Tag der langjährige Betze-Sprecher Udo Scholz. So ganz nebenbei – das Spiel endete nach spannendem Verlauf leistungsgerecht 2:2 unentschieden.
Am Rande der Begegnung bahnte sich zwischen dem damaligen Vertreter der Jugendabteilung des FC Energie Cottbus und dem heutigen Vorsitzenden des FSV Offenbach, Robert Büttner eine Liaison an, die bis zum heutigen Tage anhalten sollte.
Zunächst nahm im darauf folgenden Jahr die Jugendabteilung des FSV Offenbach die Einladung von Energie Cottbus zur Teilnahme an ihrem Jugendturnier an und fuhr im Jahre 1991 erstmals mit ihrer D- und E-Jugend in die Lausitz nahe der polnischen Grenze. Noch im gleichen Jahr erwiderten unsere Brandenburger Freunde aus Cottbus den Besuch in der Südpfalz und nahmen ebenfalls mit ihrer D- und E-Jugend am Turnier der Offenbacher teil. Seitdem findet dieser Jugendaustausch zwischen beiden Vereinen jährlich statt und hat einen festen Stellenwert in unseren jährlichen Terminplanungen. Der zwischenzeitliche Fortbestand dieser langjährigen Freundschaft ist umso erfreulicher und zeigt die wahre Verbundenheit, als dass es hier um zwei Vereine geht, die immerhin mehr als 800 km weit voneinander entfernt sind.
Vielleicht liegt der Schlüssel dieses schönen Erfolges in der Tatsache, dass sich die jährlichen gegenseitigen Besuche nicht nur auf sportliche Vergleiche beschränken. Jedes Jahr nämlich bietet der Gastgeber sowohl den Jugendlichen als auch den mitreisenden Eltern und Betreuern ein umfangreiches und interessantes Unterhaltungsprogramm an, sodass die jeweiligen mehrtägigen Aufenthalte in der Ferne stets sehr kurzweilig und immer interessant waren.
So war bisher für die Offenbacher in Cottbus die Bootsfahrt durch den Spreewald immer ein Erlebnis besonderer Güte. Aber auch die Ausflüge nach Dresden oder nach Polen, das Kennenlernen der Stadt Cottbus und der umliegenden Lausitz, sowie der Besuch der Bundesgartenschau, die vor 6 Jahren in Cottbus stattgefunden hat, um nur einige Attraktionen des kulturellen Unterhaltungsprogramms unserer Cottbuser Freunde zu nennen, wird den Offenbacher Gästen stets in bleibender Erinnerung sein.
Umgekehrt haben sich die Offenbach stets Mühe gegeben, sich für die diesbezüglichen Cottbuser Anstrengungen zu revanchieren. Beispielhaft soll hier auch nur die Schifffahrt auf dem Neckar ... Erwähnung finden.
Schließlich mag sich auch die Tatsache, dass die jugendlichen Fußballspieler in privaten Haushalten des jeweilig gastgebenden Vereines freundschaftlich aufgenommen wurden, positiv auf die langjährige Freundschaft beider Vereine ausgewirkt haben. In diesem Zusammenhang sei allen Eltern, die sich uneigennützig in den Dienst beider Vereine aber auch zum Wohle unserer Jugendlichen gestellt haben, herzlichst für ihre diesbezüglichen Bereitschaft gedankt.
Für die Offenbacher Jugendlichen ist natürlich die Teilnahme an dem Cottbuser Jugendturnier, das jedes Jahr im Stadion zur Freundschaft ausgetragen wird, also in dem Stadion, das schon große Spiele erlebt hat und in dem sich nun der FC Energie Cottbus anschickt, den Sprung in die 1. Liga zu schaffen, ein besonderes Erlebnis.
Auch auf die Altherren beider Vereine ist zwischenzeitlich diese freundschaftliche Bande übergesprungen. Zu mehreren sportlichen Begegnungen hat man sich zwischenzeitlich getroffen und auch das Gesellige ist bisher nicht zu kurz gekommen.
Einige Vertreter beider Vereine sollen heute noch ein Lied davon singen können !
Sei´s drum, oder gerade deswegen – wir hoffen auf Fortsetzung !
Gerade deswegen soll nicht vergessen werden, den Garanten für den Fortbestand dieser Freundschaft zwischen dem FC Energie Cottbus und dem FSV Offenbach über die Dauer von mittlerweile einem Jahrzehnt aufrichtig Dank zu sagen.
Stellvertretend für alle, die sich in diesem Sinne verdient gemacht haben, sollen hier in besonderem Maße Horst Berger, Volker Ziegenhagen, Wolfgang Dainz und Max Pannusch sowie Otto Diehsle, Fritz Blattmann und Karl Heinz Masser Erwähnung finden.
Ohne eine allzu große Euphorie an den Tag legen zu wollen, würde sich der Verfasser freuen, wenn er einen entsprechenden Bericht über den Fortdauer der beschriebenen Freundschaft zwischen unseren Freunden aus der Brandenburger Lausitz, dem FC Energie Cottbus und dem FSV Offenbach aus Anlass des 100-jährigen Bestehens unseres Vereines schreiben dürfte...
Lasst uns also Alle, nicht nur die namentlich genannten, fleißig daran arbeiten ...